Nichts mehr dem Zufall überlassen und gezielt züchten...

Neuseeland wird in der Lammfleischproduktion immer Konkurrenzloser durch neu entdeckte Gene.



Einführung
In Neuseeland gibt es viel Natur und Platz, dort kann die Schafhaltung in ganz anderem Stil als in Mitteleuropa betrieben werden. Über vierzig Millionen Schafe tragen dort einen wichtigen Teil zum nationalen Einkommen bei. Sie weiden das ganze Jahr draußen, geben Wolle und insbesondere Fleisch und kommen ganz ohne Subventionen aus. Im Gegenteil, Schafzucht ist in Neuseeland ein lukratives Geschäft. Sie machen viel Arbeit, aber wenn man es richtig anpackt, gibt es guten Gewinn. Die Verbesserung der Produktivität in neusee-
ländischen Betrieben ist eine ständige Herausforderung.
Dieser Prozess ist laufend in Bewegung, denn vor zehn Jahren war ein Lamm pro Schaf und Jahr ein Erfolg, heute hat man im Durchschnitt eineinhalb Lämmer pro Mutterschaf.In den letzten Jahren wurde dort sehr viel in die Zucht investiert, um die Produktivität weiter zu steigern.
Die Neuseeländer haben dabei ein eigenes System entwickelt: Mit Hilfe letzter wissenschaftlicher Erkenntnisse berechnen sie das Potential eines jeden Zuchttiers auf den Cent genau. Seit einigen Jahren werden in Neuseeland auch nationale Listen geführt, in denen die Eigenschaften der besten Zuchtböcke des Landes detailliert festgehalten und gewertet werden.
Diese Liste ist besonders für Züchter interessant, die auf modernen Betrieben neue Zuchtböcke für ihre Herden einkaufen. Sie können aufgrund der für jedes Tier ausgewiesenen genetischen Eigenschaften und Profitprognosen jene Böcke auswählen, die sich für ihre Herde am besten eignen. Basis dieser nationalen Schafs-Datenbank sind Blutproben, die jedes Jahr bei Tausenden von Zuchtlämmern genommen werden. Damit können genetische Eigenschaften nicht nur aufgrund von Verwandtschaftsverhältnissen bestimmt werden. Mit Hilfe einer DNA-Analyse kann man auch feststellen, ob ein Tier bestimmte Gene für besondere Fruchtbarkeit oder höhere Fleischproduktion hat. Manche Züchter und Schafhalter allerdings wollen sich nicht allein auf die Liste verlassen, sie reisen fast von 1000 Kilometer weit umher, um die Böcke auch zu sehen. Diese Schafe müssen vor allem gut gebaut sein; es nützt nichts, wenn sie gute Gene haben, aber lahmen und dem Terrain nicht gewachsen sind. Dann haben sie keinen Wert, weil sie ihre Arbeit nicht tun können. Jeder dieser Böcke muss rund 200 Schafe pro Saison decken, die haben viel Arbeit zu leisten! Gen-Identifikation heißt die Zukunft für moderne und wirtschaftlich geführte Herden.
Dabei interessiert vor allem die Fruchtbarkeit. Ein Extra-Lamm pro Muttertier ist mehr wert, als zwei oder drei Kilo mehr Fleisch pro Lamm. Die Information ist sehr genau, mit Hilfe der neuen Tests, die nun für verschiedene Eigenschaften entwickelt werden, sieht man, welche Gene die Tiere bereits haben oder wie man sie einkreuzen kann, um die Lammfleischproduktion zu verbessern. Die Züchter in Neuseeland arbeiten eng mit dem landwirtschaftlichen Forschungszentrum Agresearch und der Biotechindustrie zusammen. Forscherinnen und Forscher suchen nach Genen, die für die Schafzucht von wirtschaftlichem Nutzen sind. Das Ausgangsmaterial für ihre Arbeit sind die Blutproben aus ganz Neuseeland, die in den Archiven lagern. Jeder Züchter kann seine Proben mit Hilfe von Gen-Markern, die von der Biotechfirma (****) entwickelt worden sind, auf bestimmte Gene testen lassen. Ein Bruchteil des gelieferten Bluttropfens reicht für den Gentest. Der Rest kommt zurück ins Archiv. Außerdem wird momentan bei diesen Firmen auf neue und verbesserte Genmarker geforscht, die in den nächsten Jahren auf den Markt kommen sollen. Für die Bestimmung der Fleischqualität von Zuchttieren nutzen die Biologen und Agronomen Neuseelands ein Gerät, das man sonst vor allem in der Humanmedizin einsetzt. Dieses Gerät nennt sich Computertomograph, kurz CT. Das Röntgen mit dem Computer Tomographen kostet pro Schaf mehr als 200 Euro – trotzdem lohnt es sich für Großbetriebe die ihren züchterischen Erfolg ankurbeln wollen, jährlich eine Auswahl von Zuchttieren testen zu lassen. Die Anteile von Muskelfleisch und Fett können mit Hilfe der Computerbilder genau bemessen werden. Es ist extrem genau; so genau, wie wenn man das Tier schlachtet und mit einem Skalpell das Fleisch vom Fett trennt und das Muskelfleisch auf der einen Seite aufhäuft, das Fett auf der andern. Aber hier hat man zum Schluss immer noch ein lebendiges Tier. Wenn ein Züchter nun sein Schaf zum scannen bringt, schaut man sich nur jene Partien an, die zum Schlachtkörper gehören. Man kann das Fleisch auf plus-minus 50 Gramm genau bemessen –das Gleiche gilt für das Fett.

Zehntausend Lämmer werden im Schlachthof von Silverstream in Mosgiel täglich zerlegt. Dies ist nur einer von insgesamt 26 Produktionsstandorten von PPCS, dem größten Exporteur von neuseeländischem Schaffleisch. Den besten Preis erzielen Lämmer mit einem Schlachtgewicht von rund 18 Kilogramm und magerem Fleisch. Je nach Bestimmungsort und Nachfrage werden die Tiere völlig unterschiedlich zerlegt. Die Vorderviertel sind billige Stücke und gehen in weniger gut zahlende Märkte, wo Qualität keine besondere Rolle spielt. Lammkeulen hingegen und andere Mitteilteile exportiert man in verschiedene europäische Länder. Die Schweiz ist ein Extremfall, dort will man ein hochwertiges Stück ohne Knochen, während die Briten eine simple Lammkeule vorziehen.


Nun zum eigentlichen Max-System:
Eine neuseeländische Biotechfirma hat mit Hilfe von wissenschaftlichen Erkenntnissen eine Reihe von Genen beim Schaf entschlüsselt, die die Lammfleischproduktion positiv beeinflusst hat. Hier sind einige der Modelle die angeboten werden.

LoinMax, erhöhter Filetmuskelanteil.
Der Lendenmuskel ist der Ausgangspunkt vom dem höchsten wirtschaftlichsten Wert eines Lammes und dessen Schlachtkörpers. LoinMax ist ein DNA Test für die Gene, welche die Größe des Lendenmuskels beim Schaf positiv beeinflussen. Schafe, die Träger des LoinMax Gene sind, haben 10% mehr Fleisch an der Lende als Tiere des gleichen genetischen Hintergrundes.

Was ist LoinMax-GOLD?
Ein LoinMax-GOLD Bock hat zwei Kopien der Gene und vererbt den LoinMax Muskeleffekt auf alle seine Nachkommen. Dies macht den LoinMax GOLD Bock ideal zum Gebrauch eines vollkommenen Vererbers zur erstklassigen Lämmerproduktion. Das neuseeländische Gewinnmodell hat gezeigt, dass der Gebrauch eines LoinMax GOLD Bockes auf gewöhnlichen Muttertieren einen Gewinn zwischen $1.50 und $2.90 pro Lamm bringt. Angenommen, ein ausgewachsener Bock produziert 270-400 Schlachtnachkommen in seinem Leben, kann ein LoinMax GOLD Bock Erlöse zwischen $394 und $1.164 mehr liefern, als ein Bock, der kein Träger dieses Gene ist, der aber trotzdem den gleichen genetischen Hintergrund besitzt. Erhöhter Genetischer Nutzen durch LoinMax Gold Gezielte Selektion auf LoinMax wird einen bedeutsamen Anstieg des Anteils an genetischen Profit und erhöhten Muskelanteil an Schafen sein, wenn alle Züchter und Verbände diese Zuchtmethode in ihre Leistungsprüfungen aufnehmen.

Wie man mit LoinMax züchtet!
Der LoinMax Effekt ist nur durch den Bock vererbbar. Sollte ein weibliches Tier Vererber dieser Gene sein, ist der LoinMax Effekt schleichend und die Nachkommen weisen keine Vergrößerung des Lendenmuskels auf.

Anpaarung Anpaarung Nachkomme Nachkomme Nachkomme Ergebniss
Vater Mutter LoinMax Gold* LoinMax Kein Träger sichtbare Vergrößerung
der Lende in %
LoinMax Gold* Kein Träger

LoinMax

LoinMax Gold*
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50%

100%
100%

50%

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100%

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LoinMax Kein Träger

LoinMax

LoinMax Gold*
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25%

50%
50%

50%

50%
50%

25%

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50%

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Kein Träger Kein Träger

LoinMax

LoinMax Gold*
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50%

100%
100%

50%

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Bestätigung von LoinMax!
Wirtschaftsstudien und aktuelle Statistiken im großen Stil haben bestätigt und abgesichert, dass der Fleischanteil an der Lende bei Schlachtlämmern durch LoinMax erheblich zugenommen hat und eine Verbesserung der Lammqualität deutlich zu erkennen war.


MYOMAX!!!! Erhöhter Muskelanteil. Jederzeit...
Zucht- und Gebrauchsschafe, die besser in der Futterverwertung sind und dadurch bessere Schlachtkörper liefern, sichern die profitable Grundlage eines Schafhalters enorm.MyoMax ist ein DNA-Test, welche die Anteile der Gene bestimmt, die für das Schlachtkörpergewicht und die Schlachtausbeute ausschlaggebend sind. Schafe, die mit dem Myomax Gene ausgestattet sind, haben einen erhöhten Muskelanteil in den Keulen und der Lende, weniger Schlachtkörperfett und einen verbessertes Schlachtkörpergewicht gegenüber Tieren mit dem gleichem genetischem Hintergrund.. Der Myomex Gold Effekt kann auf Lämmer übergreifen, bei denen entweder nur das Vatertier oder das Muttertier oder gar beide Elterteile diese Gene aufweisen. Ein Lamm, welches eine Kopie dieser Myomax Gene besitzt, hat 5% mehr Fleisch und 7% weniger Schlachtkörperfett. Ein Lamm, welches von beiden Elternteilen jeweils eine Kopie vererbt bekommen hat, besitzt den doppelten positiven Effekt, also 10% mehr Fleisch und 14% weniger Fett am Schlachtkörper.
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Dies hatte auch erreicht, dass 2005 mehrere neuseeländische Züchter auf einer Auktion in Christchurch, Suffolköcke auftrieben, die bereits Träger dieser doppelten Gene waren. Alle diese Böcke waren erheblich stärker bemuskelt, vulominöser und schwerer als ihre Konkurrenten. Auch in den Verkauferlösen sprengten Sie jegliche Verkaufsrekorde in diesem Jahr.
Das war der Lohn für fast 4 Jahre langes züchterisches Geschick, denn urspünglich hat die Rasse Suffolks gar keine Träger des Myomax Genes. Diese wurden nach einem genau einzuhaltenem Zuchtschema mit Hilfe von Romneyschafen eingekreuzt. Anfang 2007 haben einige europäische Züchter Samen von Suffolks aus Neuseeland importiert die lediglich zu 80% Suffolkgene aufwiesen. Diese sollten dazu dienen Ihre Suffolkherde mit dem doppelten Gen zu optimieren.

Myomex im berechneten Vater System.
Das Kosten-Gewinn Modell hat gezeigt, dass der Gebrauch von Myomax-Gold Böcken bei gebräuchlichen Mutterschafen, die kein Träger dieser Gene sind, einen finanziellen Vorteil von $3,49 bringt. Hätte man hier einen Bock eingesetzt, der kein Myomax Gold gewesen wäre, beim gleichen genetischen Hintergrund, so hätte man keine Gewinnspanne von $3,49 gehabt. Setzt man zudem noch Tiere ein, die beide Träger dieser Gene sind, steigert sich die Gewinnspanne auf $6.98. Der zusätzliche Ertragswert eines Myomex-Gold Bockes liegt zwischen $950-2800. Sie sehen also, dass der Gebrauch von Myomax die Erlöse von Schlachtlämmern in die Höhe treibt, ohne dass man wirtschaftliche Maßnahmen ergreifen muss, die die Kosten in Anspruch nehmen. Zudem sei erwähnt, dass all diese berechneten Zunahmen und Gewinnspannen bei reinem Weidegang ermittelt wurden. Bereits über 80% aller neugeborenen Lämmer sind Träger der Max Gene, dem entsprechend stramm sind die Lämmer.

Der Myomax Effekt im Vergleich Links sehen Sie ein Lamm, welches kein Träger der Myomax Gene ist. Das rechte Lamm, besitzt zwei Kopien dieser Gene. Beide Tiere sind gleich alt und kamen aus dem gleichen Herkunftsbetrieb, wurden unter gleichen Bedingungen gehalten und wurden am selben Tag geschlachtet.


Vorschau:
Lesen Sie hier auch demnächst alles über das neue neuseeländische Fruchtbarkeits- und Parasitenresistenzgen. Außerdem wird an einem Gen geforscht, welches die Anlage der Milchleistung extakt genau bestimmen kann.

Fazit
Vielleicht wäre das Max-System in den nächsten Jahren überall in Deutschland möglich und man könnte endlich runter kommen von den ganzen veralterten Zuchtwertschätzungen, wie Fruchtbarkeit der Mutter, Körungen und Abstammungsuntersuchungen. Jeder Abstammungsnachweis kostet fast 30 Euro. Nur um wirklich sicher zu stellen, dass es dieses Tier wirklich von dem angegeben Vater ist. Züchten ist in Deutschland schon verdammt teuer, aber dann sollte man das Geld auch in gescheite Möglichkeiten stecken und nicht zum Fenster rauswerfen. Man muss heute keine Körungen mehr durchführen. Was bringt es der Schafhaltung in Deutschland, wenn jemand Zuchtböcke begutachtet und Noten vergibt. Tiere, die dann vielleicht schon Träger dieser Gene sind, werden ausgemustert, weil der Gang nicht harmonisch genug ist oder das Tier nicht lang genug auf den Beinen steht. Es würde doch reichen, wenn die Tiere registriert sind und die Abstammung nachzuvollziehen wäre. Aber es war schon immer so in der deutschen Schafhaltung, dass erst darüber Jahrelang diskutiert wird, Ausschüsse gebildet werden und man sich dann immer noch nicht einig ist. Und wenn es dann endlich mal losgeht, sind andere Nationen schon am Ziel. Und wenn deutsche Züchter sich freuen, dass ihre Tiere endlich mal gescheite Keulen haben oder ihr Bestand endlich mal komplett ARR-ARR ist, kreuzen die Neuseeländer schon ein Zartheitsgen für Fleisch in ihre Herden ein. Dieses Gen ist neuerdings schon in der Erforschung.